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Tarifvertrag der nordrhein westfälischen metallindustrie

Im Mai 2012 unterzeichneten die Sozialpartner der deutschen Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg einen neuen Tarifvertrag. Die Beschäftigten in der Industrie erhalten Lohnerhöhungen, und die Vereinbarung sieht auch neue Regelungen für Leiharbeitnehmer und Auszubildende in metallverarbeitenden Betrieben vor. Sie hat eine Laufzeit von 13 Monaten und dient als Pilotvereinbarung für andere Regionen. Ende desselben Monats wurde außerdem eine gesonderte Vereinbarung über Leiharbeitnehmer in der Branche geschlossen. Darüber hinaus profitiert Nordrhein-Westfalen davon, dass drei Top-Cluster unterschiedlicher technologischer Bereiche an der Entwicklung der Industrie 4.0 arbeiten: das EffizienzCluster LogistikRuhr im Großraum Ruhr, das Exzellenzcluster Integrative Produktion in Aachen sowie der Exzellenzcluster Intelligent Technical Systems – owl in Ostwestfalen Lippe. Darüber hinaus ist die “Smart Factory” auf Basis bestehender Konzepte und Technologien nicht mehr nur ein Zukunftskonzept, wie sie bereits auf dem Campus der OWL-Universität in Lemgo, SmartFactoryOWL, etabliert ist. In der SmartFactoryOWL entwickelten die Forscher die menschzentrierte Automatisierung, die sich auf den Einzelnen konzentriert und an Lösungen arbeitet, die die zunehmende Komplexität der Systeme überschaubar machen; Durch intelligente Assistenzsysteme in der Automatisierung ist diese Komplexität überschaubar. Technisch basiert Industrie 4.0 auf Cyber-physikalischen Systemen und dem Internet der Dinge, was die Trennung von virtueller und realer Welt weitgehend eliminiert. Schließlich wurde die Förderinitiative “Forschungscampus” – öffentlich-private Innovationspartnerschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, ein neues Förderinstrument im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung, mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als starker Standort für Forschung, Entwicklung und Innovation zu stärken. Insgesamt wurden 2012 zehn Konzepte für zukünftige öffentlich-private Partnerschaften von einer hochrangigen Jury ausgewählt. Zwei der zehn ausgewählten “Forschungscampus” befinden sich in NRW. Eine davon heißt Digital Photonic Production auf dem Campus der RWTH Technische Universität Aachen, die an der Weiterentwicklung der Industrie 4.0 arbeitet. Die Forschungsstrategie konzentriert sich auf den Einsatz von Lasern im Bereich der Produktion und Komponentenfertigung.

Damit ist ihre Anwendung in den Zukunftsbereichen Mobilität, Energie, Gesundheit sowie Informations- und Kommunikationstechnologie vorgesehen. Das zweite ist Flexible Elektrische Netze, der FEN Research Campus befindet sich am RWTH Aachen Campus. DER FEN Research Campus erforscht und entwickelt innovative Netztechnologien für einen hohen Anteil schwankender und dezentraler erneuerbarer Energiequellen in der Zukunft. Der Wissens- und Technologietransfer ist von besonderer Bedeutung und wird durch die oben genannte Technologietransferstrategie abgedeckt. Damit setzt NRW eine umfassende Offensive für die europäische und internationale Vernetzung sowie den Wissens- und Technologietransfer um, um seine Wissenschafts- und Industriebranchen effizient zu vernetzen. In der Pilotvereinbarung in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg wurde in vier Hauptbereichen eine Einigung erzielt. Nur wenige Tage später wurde auch ein weiterer Tarifvertrag unterzeichnet, diesmal für Leiharbeitnehmer in der Branche. Mit Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) von 12,7 Mrd. EUR im Jahr 2015 entfielen 14,3 % des nationalen Gesamtvolumens auf NRW, was – wenn auch nicht wesentlich – unter dem wirtschaftlichen Gewicht lag (Eurostat, 2019).